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Praktische Tipps zur Filmproduktion

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Ein gutes Drehbuch ist schon die halbe Miete. Die andere halbe Miete ist die Filmproduktion selbst. Und genau hier ist Mitdenken gefragt. 90 % aller Fehler passieren schliesslich beim Filmen. Doch das muss nicht sein. Mit diesen praktischen Tipps wird die Aufnahme zum Erfolg.

1. Die Vorbereitung – das A und O bei der Filmproduktion

Manchmal müssen wir es im Leben darauf ankommen lassen, nicht aber bei der Filmproduktion. Wer alles im Kasten haben will, muss sich vorbereiten. Und diese Vorbereitung beginnt schon beim Drehort. Verlassen Sie sich bei der Locationsuche nicht auf Hören und Sagen. Machen Sie sich selbst ein Bild.

Bietet der Ort der Begierde genug Platz für das ganze Filmteam? Wo kommen die Requisiten unter? Und wie sieht es mit den Licht- und Tonverhältnissen aus? Unser Augenmass allein kann uns diese Fragen oft nicht beantworten. Probeaufnahmen müssen her. Geben Sie sich bei der Generalprobe nicht mit dem Erstbesten zufrieden. Experimentieren Sie mit Kameraeinstellungen und Schwenks. Womöglich dient Ihnen eine der Probeaufnahmen später als Lückenfüller.

Geschafft, die Probeaufnahmen können sich sehen lassen. Jetzt fehlt nur noch der Ablaufplan. Der chronologische Filmassistent verrät Ihnen, wann was passiert. Gerade das Storyboard ist für die Filmproduktion unverzichtbar. Notieren Sie sich die Einstellungen und Schwenks, die Sie bei den Probeaufnahmen auserkoren haben. Geizen Sie hierbei nicht mit Details. Wo ist der ideale Standort? Welche Probleme können beim Filmen auftreten? Mit welchen Lichtverhältnissen haben Sie zu rechnen?

2. Die Aufnahme – das Einmaleins der Filmproduktion

Die häufigsten Fehler schleichen sich nicht bei der Planung in die Filmproduktion. Sie passieren in Aktion. So legt der erfahrene Filmemacher nicht einfach darauf los. Er filmt mit System.

Zoom und Schwenk bei der Filmproduktion – nicht zu viel des Guten

Nicht nur Anfänger, auch Profis greifen gerne zum Zoom und Schwenk. Manchmal übertreiben sie es aber. Vor allem beim Zoom ist weniger mehr. Schliesslich handelt es sich hierbei um eine unnatürliche Seherfahrung. Umso befremdlicher wirken endlose Zoomfahrten. Gelegentlich aber spielt uns das technische Hilfsmittel in die Hände – wenn wir zum Beispiel einen Landschaftsausschnitt oder einen Redner betonen wollen.

Als natürliche Alternative zum „künstlichen“ Zoom hat sich die Kamerafahrt bewährt. Wer die Kameraposition mithilfe der Kamerafahrt verändert, schenkt dem Rezipienten eine authentischere Seherfahrung als mit dem Zoom.

Genauso viel Zurückhaltung ist beim Kameraschwenk geboten. Gegen ein, zwei Schwenke gibt es nichts einzuwenden. Ausgedehnte Schwenkfahrten aber bringen den Zuschauer schnell aus der Ruhe. Die Alternative zur 360 Grad-Ansicht: Sie unterteilen die Aufnahme mit verschiedenen Kameraeinstellungen in mehrere Teile. Wer trotzdem schwenken will, sollte sich zumindest im empfohlenen Schwenkbereich zwischen 90 und 120 Grad bewegen.

Sichere Sache: die Rolle des Stativs bei der Filmproduktion

Nichts wirkt unprofessioneller als verwackelte Bilder. Zum Glück lässt sich das unscharfe Phänomen einfach beheben. Mit dem Stativ steht Ihre Filmproduktion auf sicheren Beinen. Die Handkamera hingegen sollte sich zurückhalten. Nur bei Platzmangel oder kurzen Statements von Promis oder Politikern ist sie willkommen.

Eine gute Wahl treffen Sie mit Stativen mit integrierter Fernbedienung. Bequem mit dem Schwenkhebel können Sie hier Zoom und Schärfe individuell festlegen. Der grosse Vorzug: Sie müssen nicht mehr selbst an der Kamera herumhantieren. Kleine Verwackler werden zur Seltenheit.

Nahtlose Übergänge, das Geheimnis einer harmonischen Filmproduktion

Handwerkliche Fehler und Planungsmissgeschicke vom Drehtag rächen sich spätestens beim Schneiden. Umso mehr Weitsicht und Feingefühl erfordert die Aufnahme. Bestenfalls lassen Sie sich bei jeder Sequenz ausreichend Spielraum übrig. Bei der Landschaftsaufnahme etwa dürfen Sie ruhig 30 bis 40 Sekunden länger auf das Naturmotiv halten. Auch bei der Kamerabewegung machen sich Puffer bezahlt. Lassen Sie die Kamera sowohl zu Beginn als auch zum Ende der Aufnahme für mindestens 10 Sekunden ruhen. So sichern Sie sich mit einer Aufnahme gleich mehrere brauchbare Einstellungen. Selbst wenn die Kamerabewegung missglückt, haben Sie immer noch etwas in der Hand.

Auch inhaltliche Übergänge sind nicht zu unterschätzen. Sie planen eine Reportage? Leiten Sie jede Aufnahme individuell ein. Ein einleitender Schwenk zum Beispiel führt den Rezipienten behutsam an das neue Geschehen heran.

Einstellungssache: die richtige Perspektive bei der Filmproduktion

Verändert sich die Farbtemperatur, verändert sich auch das Bild. Der Wechsel von Tages- zu Kunstlicht etwa bringt häufig einen unerwünschten Gelbstich mit sich. Ein manueller Weissabgleich kann helfen. Gegen die Überstreuung und das Ausfransen von hellen Bildpartien wirkt die sogenannte Zebra-Ansicht. Derweil dämmt der ND-Filter, auch Graufilter genannt, das einfallende Sonnenlicht.

Gut beleuchtet: das richtige Licht für die Filmproduktion

Licht ist bei der Filmproduktion nicht gleich Licht. Beim Aussendreh etwa empfiehlt sich gedämpftes Licht. Besonders leicht haben Sie es an einem bewölkten Drehtag. Der bedeckte Himmel leuchtet die Szene optimal aus. Sind bei den Aussenaufnahmen Personen beteiligt, bietet sich ein Sonnenreflektor an. Zuverlässig blendet er die Gesichter der Protagonisten ab.

Die besten Aufnahmen gelingen prinzipiell bei seitlichem Lichteinfall, wie es morgens oder abends der Fall ist. Die grelle Mittagssonne gilt es lieber zu meiden. Sie verschleiert nicht nur Gegenstände und Gesichter, sondern erhöht auch das Risiko einer Überbelichtung. Kniffliger wird es im Innenbereich. Wer ganze Räume oder Bühnen ausleuchten will, tut sich mit einem Scheinwerfer mit Diffusor einen Gefallen. Für Nahaufnahmen von Personen genügt meist schon ein Kopflicht.

Problem Achsensprünge – das visuelle Verwirrungselement

Eine goldene Regel bei der Filmproduktion: Vermeiden Sie Achsensprünge. Wilde Richtungswechsel stiften nur Verwirrung. Zum Glück lässt sich das Problem einfach umgehen: Verlaufen die Kamera- und Einstellungsstandorte stets im Radius von 180 Grad, kommt es erst gar nicht zum gefürchteten Achsensprung.

Doppelt gemoppelt: zwei Kameras für die Filmproduktion

Manchmal ist eine Kamera nicht genug. Gerade bei besonderen Anlässen wie Hochzeiten, runden Geburtstagen oder Verlobungsfeiern braucht es ein starkes Duo. Zwei Kameras fangen ein und dieselbe Szene aus unterschiedlichen Perspektiven ein. Ein Repertoire aus verschiedenen Blickwinkeln entsteht. So kommt die Szene im Film authentischer rüber. Der Rezipient hat das Gefühl, hautnah dabei zu sein.

Der Ton macht bei der Filmproduktion die Musik

Der Ton ist für viele Filmschaffende noch immer Nebensache. Das Bild hat Vorrang – zu Unrecht. Auch bei der Filmproduktion macht der Ton die Musik. Denken Sie nur an das mitreissende Jubeln im Fussballstadion oder an das rhythmische Rauschen der Wellen. Sie sind das Lebenselixier des Bildes.

Oft reicht das Kameramikrofon für den gewünschten O-Ton aus. Gelegentlich aber, beim Interview zum Beispiel, wird ein externes Mikrofon fällig. Ideal ist ein Richtmikrofon, das die Aussagen des Redners in 20 bis 30 Zentimetern Abstand einfängt.

Keine Farbexperimente bei der Filmproduktion

Übermut tut selten gut – so auch bei der Filmproduktion. Gehen Sie nicht mit extravaganten Farbeffekten ans Werk. Sind diese erst einmal im Kasten, lassen sie sich nachträglich nicht mehr so schnell entfernen. Farbige Akzente können Sie Ihren Aufnahmen später immer noch verleihen.

Maxi
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